iWaGSS

iWaGSS – Entwicklung und Erprobung eines innovativen Wassergovernancesystems

Kurzfassung

Kernziel von iWaGSS ist die Entwicklung und praktische Erprobung eines innovativen Wassergovernancesystems auf Basis neuartiger Technologien und Werkzeuge zur Linderung von Wasserstress und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen. Dazu entwickelt iWaGSS ein computergestütztes Echtzeit-Wassermanagementsystem, um insbesondere regionale Entscheidungsträger zu unterstützen. Das System soll in einer südafrikanischen Modellregion erprobt und demonstriert werden. Methodisch setzt das Projekt auf eine innovative Verknüpfung von Risikobewertung, neuen Technologien zur Echtzeitüberwachung der Wasserqualität und lösungsorientierter Softwaresysteme auf Basis hydrologischer bzw. hydraulischer Modelle, sowie fundierten sozio-ökonomischen Analysen.
Arbeitsschwerpunkte
  • Entwicklung eines Risikobewertungs-Modul zur Maßnahmenpriorisierung
  • Entwicklung eines innovativen Echtzeit-Monitoringnetzwerks zur Überwachung der Wasserqualität
  • Hydrologische Modellierung zur Simulation des Abflussgeschehens
  • Entwicklung eines nutzerfreundlichen Entscheidungsunterstützungssystems
  • Sozio-ökonomische Untersuchungen und Ableitung von ökologisch nachhaltigen Handlungsempfehlungen zur Unterstützung operativer Management- und Steuerungsinstanzen
  • Entwicklung eines Systems aus sozio-ökonomischen Kennzahlen zur Überwachung und Beurteilung des Zielerreichungsgrades zur nachhaltigen Verwendung und Verwaltung der Wasserressourcen

Relevanz

Das Wassermanagement hat in den letzten Jahrzehnten einen bedeutenden Paradigmenwechsel erfahren, insbesondere hat sich das Konzept des Integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM) zu einem zentralen Leitbild in der Wasserforschung und –praxis entwickelt. Ein wesentlicher Kritikpunkt am IWRM-Konzept ist jedoch die fortfahrende Schwierigkeit, das theoretische Gesamtkonzept in praktisch anwendbare Methoden zu übertragen. Gleichzeitig impliziert der technische Fortschritt im Feld der operativen Wassergovernance einen massiven Anstieg der verfügbaren Daten und Informationen, die ohne geeignete Mittel zur sinnvollen Bewertung und Kategorisierung zu zunehmender Managementunsicherheit führen. Eine Vielzahl an beteiligten Stakeholdern sowie ein Nebeneinander unterschiedlicher Modelle und Werkzeuge verzögern Entscheidungsprozesse im Wassermanagement erheblich. Hier setzt das Verbundprojekt mit der Entwicklung integrierter Lösungen für wasserwirtschaftliches Management und Governance an, indem es die Reaktionszeiten von handelnden Wassermanagementinstitutionen verkürzt und so einen substantiellen Beitrag zu Verbesserung der Steuerungsfähigkeit im Wassersektor leistet.

Weitere Informationen zum Verbundprojekt finden Sie hier.